Limbe vor den Unruhen und Aufständen

 

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Noch bevor die Aufstände und Proteste in der West-Region angefangen haben, sind wir zu zwölft nach Limbe und Buea, am Fuß des Mt. Cameroon gefahren. Wir haben einen Shuttlebus gemietet, haben unterwegs bei verschiedenen Plantagen wie zB. dieser Latex-Plantage gestoppt und sind nach 2 Std. in Buea angekommen. Dort sind wir an Gouverment-Gebäuden und Monumenten vorbei gelaufen, haben den Ausgangspunkt für die Mt.Cameroon-Tour gesehen (die ich jetzt leider nicht machen kann) und haben von dort aus einen super Ausblick auf die Stadt gehabt.

 

 

In Limbe waren wir im Wildlife Center, eine Art Auffangstation für verschiedene Affenarten. Danach haben wir im “Hot Spot Café” Mittag gegessen. Das Café liegt auf einem Hügel direkt am Meer, mit Panoramafenstern rund herum – sehr schön! Hier habe ich leckere Shrimps mit Plantanes (Kochbananen) gegessen.

Der Name „Kamerun“ kommt übrigens von Shrimps. Als portugisische Entdecker die Küste erreicht haben, war der Fluss voll mit Shrimps. Deswegen haben sie die Gegend „Rio dos Camarões“ genannt, was übersetzt „Shrimps Fluss“ bedeutet. Daraus ist das Wort „Cameroon“ – also Kamerun geworden.

Nach dem Essen sind wir am Hafen durch ein kleines Fischerdorf mit Fischmarkt geschlendert. Hier wurde versucht uns verschiedene Fische in allen möglichen Größen anzudrehen.

Bevor wir wieder zurück nach Douala gefahren sind, sind wir am Mt. Cameroon noch zu der Stelle gegangen an der der Lavastrom des letzten Ausbruchs 1999 geendet hat.

Ich wollte gerne nochmal nach Limbe, um in den Botanischen Garten und an den Strand zu gehen – dort ist schwarzer Lavasand. Leider haben zwei Tage nachdem wir dort waren Proteste angefangen.

Ende letzten Jahres, zum Jahrestag der Unabhängigkeit von England, haben wohl schon Unruhen angefangen, weil die englisch-sprachigen Kameruner vom francophonen Rest des Landes unabhängig sein wollen. Die Grenze verläuft durch Buea und die Mt. Cameroon-Region. Jetzt Anfang Oktober, zum 35. Regierungsjahr des Präsidenten Paul Biya`s, sind die ganzen brodelnden Unruhen ausgebrochen und es gibt Krawalle, Proteste, Ausschreitungen und Anschläge. Mehrere Demonstranten sind wohl schon von Soldaten erschossen worden.

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der LKW im Straßengraben hat nichts mit den Aufständen zu tun – das ist ein alltägliches Bild 😉

Die Gegend ist jetzt eine absolute No-Go-Area für uns. Hier auf dem Schiff und in Douala bekommt man aber absolut gar nichts davon mit. Wenn man im Taxi gut aufpasst, kann man vielleicht im Radio mal ein paar Sätze dazu aufschnappen, aber im Internet muss man schon gezielt suchen um darüber was lesen zu können. Ich hoffe die Lage beruhigt sich bald wieder – nicht nur weil ich gerne in diese Region möchte (die Hoffnung noch auf den Mt. Cameroon gehen zu können habe ich eh schon aufgegeben), sondern hauptsächlich weil da echt ganz schön viele Menschen krass davon betroffen sind und es natürlich eine schlimme und brutale Situation für die Anwohner ist.

 

Hier noch ein paar Bilder von unterwegs:

 

Und so sah der Himmel abends aus, als wir wieder am Schiff angekommen sind:

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